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„Das Glück dieser Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde…“

 

So sagt der Volksmund. Im wahren Leben ist es aber leider häufiger nicht so.

Für die meisten von uns sind Pferde Freizeit. Wir verbringen mit ihnen unseren Feierabend, unsere Wochenenden und unseren Urlaub. Es ist also eine Zeit, in der wir entspannen, uns regenerieren und erholen wollen.

Und ist sie das? Wie ist das bei Ihnen, wenn Sie zum Pferd gehen und vor allem vom Pferd wieder kommen, sind Sie dann entspannt, regeneriert und erholt?

„Das Glück der Pferde, ist ein Reiter auf der Erde“, ist die inoffizielle, aber wohlbekannte Erweiterung des oben genannten Zitates.

Es ist nicht der Reiter, der auf dem Boden liegt, der das Pferd glücklich macht, aber unsere Pferde müssen häufig schon eine ganze Menge mit uns „aushalten“.

Als Flucht- und Herdentiere spüren Pferde oft besser, was in uns Menschen vorgeht, als wir selbst es können. Sie sind von Natur aus darauf ausgelegt, Schwingungen im Miteinander wahrzunehmen. Oft spiegeln sie uns, zeigen auf, was in uns vorgeht, häufig etwas von uns, das uns noch nicht einmal im Ansatz bewusst ist.

Es gibt eine Besonderheit des Pferdes, um die wir Menschen eigentlich wissen, die wir im Alltagsleben aber gerne vergessen.

Pferde machen nicht „um zu“. Sie machen nicht irgendetwas, um uns zu ärgern, um uns in den Wahnsinn zu treiben oder um uns zu verletzen.

Alles, was Pferde tun, tun sie ihrem eigenen Sicherheitsbedürfnis entsprechend. D.h. erschrecken sie sich z.B. und springen oder laufen weg, dann ist das ein ganz natürliches Verhalten des Pferdes. Es ist nicht böse oder ungezogen oder stellt sich an, es ist uns gegenüber noch nicht einmal respektlos, sondern es reagiert seinem eigenem Sicherheitsbedürfnis entsprechend.

Das, was mir diese Situation als Mensch aber zeigt, ist, wie unsere Beziehung miteinander ist. Auch, wenn ich es gerne anders hätte, heißt es, dass mein Pferd mir als Führung nicht so vertraut, dass es in einer Gefahrensituation bei mir Schutz sucht und sich hinter oder bei mir in Sicherheit bringt.

Springt es nicht nur weg, sondern mich auch noch über den Haufen, so zeigt mir das, dass ich schlicht und ergreifend meinen Raum nicht halte.

Pferde sind in solchen Situationen nicht „nett und rücksichtsvoll“, auch nicht „böse oder verurteilend“. Sie reagieren einfach ihrer Natur entsprechend. Haben sie ein starkes Führpferd, dem sie vertrauen (!!!!), suchen sie in Gefahrensituationen Schutz hinter diesem. Treffen sie auf ein Lebewesen, das seinen Raum halten kann, respektieren sie diesen ganz natürlich.

Raum halten kann ich als Mensch aktiv lernen, das Vertrauen des Pferdes muss ich mir verdienen.
(Aus: pferdeweisheit.de)

 

Ab heute werde ich – entsprechend den Lockerungen im Corona-Zeitalter – in zwangloserer Weise den „Weg …“ weiterverfolgen.
Also bis auf bald, vielleicht treffen wir uns ja mal …

Das Foto ist von einer Seelenverwandten mit Tier- und Naturliebe im Blut.

 

 

 

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